Einsatz zwischen Ampeln und Zebrastreifen: Neues Team für die Verkehrsunfallprävention in Lünen und Dortmund

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"Der Abschied fällt mir schwer": Polizeihauptkommissar Andreas Schlüter mit seinen Nachfolgerinnen, den Polizeihauptkommissarinnen Renate Wesendonk (links) und Deborah Schuster.
Einsatz zwischen Ampeln und Zebrastreifen: Neues Team für die Verkehrsunfallprävention in Lünen und Dortmund
Lfd. Nr.: 0314

Vor 14 Jahren der erste Einsatz für die Verkehrsunfallprävention an einer Grundschule und bis heute Tausende Kontakte zu Kindern, Eltern und Lehrkräften: Ende April 2025 sagt Polizeihauptkommissar Andreas Schlüter "Tschüss Schule".
PLZ
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Polizei Dortmund
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Ob Fahrradausbildung, das "Elterntaxi", der Gehweg, die Hauptstraße, Ampeln, Handzeichen, Zebrastreifen, Respekt, Rücksicht, Reflektoren oder Fahrradhelme: Die Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr ist ein Herzensanliegen des 61-jährigen Polizeibeamten. "Mein größter Wunsch ist, dass Kinder sicher nach Hause und zurück zu ihren Eltern kommen. Gab es einen Verkehrsunfall mit einem Kind, habe ich mich gefragt: Was müssen wir jetzt besser machen?"

Am 11. April 2025 absolviert Andreas Schlüter mit Kindern einer Lüner Grundschule seine letzte Fahrradprüfung. "Das ist ein Abschied, der fällt mir so richtig schwer", sagt er über diesen Termin am letzten Tag vor den Osterferien und wenige Tage vor seiner Pensionierung. Aber "so ganz" geht er nicht: Ehrenamtlich engagiert er sich für die Verkehrswacht Lünen und damit in der Ausbildung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr weiter.

"Ich werde das alles vermissen"

"Das Gewusel auf dem Schulhof, die Stimmen der Jungen und Mädchen, die Zusammenarbeit mit den Lehrerkollegien, die Einsätze auf den Straßen und Schulwegen ... Ich werde das alles sehr vermissen", sagt er.

"Er kennt unsere Kinder, er kennt die Schwachpunkte auf den Schulwegen, er nimmt sich Zeit und er weiß, dass nicht jedes Kind ein Fahrrad hat" - Silke Schnelle, Schulleiterin der Overberg-Grundschule in Lünen, schätzt Andreas Schlüter sehr, "denn er arbeitete motivierend mit den Kindern, für die diese Kontakte zur Polizei immer sehr spannend waren. Über die vielen Jahre ist da eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit entstanden. Sein Beruf kam bei uns als Berufung rüber. Da geht jetzt eine Ära zu Ende", so die Schulleiterin.

Respekt im Straßenverkehr

Mit Kindern aus den dritten und vierten Schuljahren startete Andreas Schlüter viele Aktionen, um Erwachsene auf Fehlverhalten hinzuweisen. So lernten die Kinder, worauf es ankommt im Straßenverkehr: Respekt zeigen und freundlich bleiben. Zum Schulanfang verteilten die Kinder Blumen- oder Zitronensticker, je nach Verhalten der Erwachsenen. Die Kinder hatten Spaß daran, Autofahrerinnen und -fahrer anzusprechen.

Zugleich stellt der Polizeihauptkommissar fest, dass auch Kinder abgelenkt werden im Straßenverkehr, dass der immer dichter werdende Verkehr ihnen viel abverlangt und dass sie Vorbilder brauchen. "Vorbilder - das sind die Erwachsenen", sagt der Polizeibeamte.

Deborah Schuster und Renate Wesendonk

Dem Polizeihauptkommissar folgen zwei Polizeihauptkommissarinnen: Deborah Schuster (40) und Renate Wesendonk (44) übernehmen die Verkehrssicherheitsarbeit an den Lüner Grundschulen. Sie stellen sich bereits vor, arbeiten sich ein. "Eine neue Herausforderung, eine wichtige Arbeit", sagt Deborah Schuster. Viele Grundschülerinnen und -schüler kennen die Polizeihauptkommissarin bereits von ihren Besuchen bei der Verkehrspuppenbühne der Polizei im Dortmunder Westfalenpark.

Dem Bühnen-Einsatz folgt das "Lernen in der Realität der Straße": Die Polizeihauptkommissarin möchte Kindern vor allem übermitteln: "Die Polizei ist immer für Euch da." Vertrauen schaffen, eine Beziehung aufbauen und so Fortschritte für Sicherheit im Straßenverkehr erzeugen: Weiter mit Kindern zu arbeiten, sie u. a. für das sichere Radfahren fitzumachen - Deborah Schuster ist an neun Grundschulen und einer Förderschule dafür in Lünen im Einsatz.

Verantwortung im Straßenverkehr

Nach 20 Jahren im Einsatz auf der Autobahn wechselte Polizeihauptkommissarin Renate Wesendonk im September 2024 zur Verkehrsunfallprävention. Täglich hatte sie mit Verkehrsunfällen und deren Folgen zu tun. Jetzt geht es ausschließlich darum, Verkehrsunfälle zu verhindern. "Ich freue mich auf die vielen freundlichen und aufgeschlossenen Kinder, die mit Unterstützung der Polizei immer mehr Selbstständigkeit und Verantwortung im Straßenverkehr übernehmen", sagt sie. Einer ihrer ersten Besuche an der Wittekind-Grundschule in Brambauer zeigte, dass sie keine 30 Sekunden über den Schulhof gehen kann, ohne von wissbegierigen Kindern angesprochen zu werden. Renate Wesendonk betreut acht Grundschulen in Dortmund und Lünen.

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In urgent cases: Police emergency number 110