Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik

Historisch - Pollizeiauto zur Beweissicherung bei der Unfallaufnahme
Polizeiliche Verkehrsunfallstatistik
Verkehrsunfallentwicklung 2022 im Stadtgebiet Düsseldorf und auf den Bundesautobahnen im Regierungsbezirk Düsseldorf

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich stelle Ihnen heute die Verkehrsunfallbilanz der Polizei Düsseldorf für das zurückliegende Jahr vor. Auch das Jahr 2024 zeichnete sich durch eine Vielzahl polizeilicher Herausforderungen in der Verkehrssicherheits-arbeit im innerstädtischen Bereich der Landeshauptstadt als auch auf den Autobahnen aus. Eine anspruchsvolle und arbeitsintensive Tätigkeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei Düsseldorf. Wie in den vergangenen Jahren ist die weiterhin steigende Tendenz des täglichen Schwerlastverkehrs auf unseren Autobahnen An-lass für eine Vielzahl polizeilicher Einsatzanlässe.


Besonders berührend sind für uns alle immer Unfälle mit Getöteten. Im zurückliegenden Jahr mussten wir bei den im Straßenverkehr getöteten Personen im innerstädtischen Bereich leider ein gleichbleibendes Niveau verzeichnen; neun Menschen verloren auf den Straßen Düsseldorfs ihr Leben. Neun Schicksale, die für die Angehörigen und Freunde Leid und Schmerz bedeuteten und auch an den Beschäftigten von Polizei und Rettungsdiensten nicht spurlos vorbeigingen. Wir arbeiten Tag für Tag intensiv daran, dass tödliche Verkehrsunfälle vermieden werden. Jede und jeder Verkehrstote ist einer zu viel.


Besonders tragisch ist es immer dann, wenn Kinder unter den Unfallopfern sind.


Erfreulicherweise wurde im letzten Jahr kein Kind im Straßenverkehr getötet. Dennoch müssen wir leider einen Anstieg von 131 (2023) auf 149 (2024) Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern ausweisen, ein Anstieg um 13,7%. Darunter neun schwerverletzte Kinder von 181 verunglückten Kindern insgesamt. Für uns weiterhin Ansporn in unserer Verkehrsunfallprävention nicht nachzulassen, denn auf den Anfang kommt es bekanntlich an. Besonders bei Kindern, die noch lernen müssen, sich im Straßenverkehr zurecht zu finden. Deshalb sollten sich alle Verkehrsteilnehmenden zum Ziel setzen, Vorbild für unsere Jüngsten zu sein.


Gerade für die schwächsten Verkehrsteilnehmenden ist wichtig, dass wir alle unseren Beitrag leisten und ein rücksichtsvolles Miteinander im öffentlichen Straßenverkehr pflegen.
Augenfällig in der Statistik für 2024 ist die Steigerung der Verkehrsunfälle mit Straßenbahnen in Düsseldorf. Hier dokumentieren die Zahlen eine deutliche Steigerung von 118 (2023) auf 159 (2024) Verkehrsunfälle unter Beteiligungen von Straßenbahnen. Hierbei kamen tragischerweise drei Menschen ums Leben und 21 wurden schwer verletzt. Lassen Sie mich in diesem Zusammenhang betonen, dass das Verkehrsmittel Straßenbahn ein besonders sicheres ist. Nur in sehr seltenen Fällen stellen wir fest, dass der Unfall durch die Fahrerin bzw. den Fahrer der Straßenbahn verursacht wurde.


Auch im Jahr 2024 haben wir das Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ wieder intensiv mit polizeilichen Kontrollen in unserem Zuständigkeitsbereich begleitet. Hierdurch
konnten tausende Verstöße von alkoholisierten und unter Drogeneinfluss stehenden Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführern festgestellt und dadurch die Gefahr von Verkehrsunfällen abgewendet werden. Wir werden auch zukünftig nicht nachlassen, Alkohol- und Drogenverstöße konsequent zu ahnden.


Auf den Autobahnen rund um Düsseldorf stellen Verkehrsunfälle in Baustellen und die sogenannten Stauendunfälle weiterhin eine Herausforderung für die polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit dar. Erfreulicherweise wurden auf den Autobahnen in unserem Zuständigkeitsbereich weniger Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer durch Verkehrsunfälle getötet. Auch bei den Schwerverletzten gibt es einen leicht rückläufigen Trend. Fehlender Abstand bleibt dabei ebenso wie die Ablenkung eine der Hauptunfallursachen. Neben Lastkraftwagen, die allein durch ihre Masse das Verletzungsrisiko bei Verkehrsunfällen deutlich erhöhen, ist auch die gefahrene Geschwindigkeit auf Autobahnen weiterhin von erheblicher Bedeutung für die Ver-kehrssicherheit. Abstand, Aufmerksamkeit und ein niedriges Geschwindigkeitsniveau können Leben retten. Ein Appell, der an alle Fahrzeugsführerinnen und Fahrzeugführer gerichtet ist.


Für das Jahr 2025 wünsche ich uns deutlich weniger Verletzte und Getötete im Straßenver-kehr. Mit mehr Aufmerksamkeit, Regeltreue und Rücksichtnahme können wir alle gemeinsam dazu beitragen. Unterstützen Sie unsere Arbeit bleiben Sie rücksichtsvoll und aufmerksam.


Ihre
Miriam Brauns

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110